Artikel zu Tastenkombinationen zusammengefasst

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Ulli Kehrle 2021-01-15 16:47:48 +01:00
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@ -14,7 +14,7 @@ Das SVG-Format hat viele Vorteile:
* Man kann sich selbst Versionen ohne Antialiasing erzeugen (sind dann kantiger, aber wesentlich kleiner).
* Man kann die Grafik verändern/verbessern/in einem anderen Kontext verwenden.
* Die meisten modernen Browser unterstützen diesen Standard, so dass eigentlich überall SVG-Dateien betrachtet werden können sollten.
* Wenn die SVG-Datei zu groß ist, bewirkt eine .tbz (=.tar.bz2) Komprimierung oft Wunder.
* Wenn die SVG-Datei zu groß ist, bewirkt eine Komprimierung mit gzip („svgz“) oft Wunder.
## SVGs in andere Formate umwandeln
### SVGs in PNGs konvertieren

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@ -1,13 +1,12 @@
# Layoutunabhängigkeit
# Tastenkombinationen und Neo
!!! warning "Zu überarbeiten"
Diese Seite ist nach der Portierung noch nicht überarbeitet worden. Interne Links werden größtenteils nicht funktionieren. Bitte einmal durchschauen und Links überprüfen / anpassen.
Die Tastatur wird nicht nur für die Eingabe von Texten, sondern auch zum Aufrufen diversester Funktionen von Computerprogrammen benutzt.
Der Wechsel zu Neo erfordert also auch hier eine gewisse Ungewöhnung oder legt sogar eine Modifikation der Tastenkombinationen nahe.
Die Inhalte gehören eventuell in eine Kategorie **Lernen**.
## Tastenkombinationen
Sobald man immer mal zwischen Tastaturlayouts wechseln muss, kennt man das Problem. Man markiert etwas, will es mit Strg+c kopieren und auf einmal passiert etwas völlig unvorhergesehenes (siehe die [Ärgernisse für Umsteiger](/FAQ/Umsteiger)), man erinnert sich, dass man an einem fremden Rechner sitzt und sucht das z für Strg+z (Rückgängig).­­
## Layoutunabhängige Tastenkombinationen
Sobald man immer mal zwischen Tastaturlayouts wechseln muss, kennt man das Problem. Man markiert etwas, will es mit Strg+c kopieren und auf einmal passiert etwas völlig unvorhergesehenes, man erinnert sich, dass man an einem fremden Rechner sitzt und sucht das z für Strg+z (Rückgängig).­­
Abhilfe dagegen schafft, wenn man sich manche Sachen layoutunabhängig angewöhnt. Ob die Tastenkombination dann noch intuitiv ist, muss jeder selbst entscheiden, allerdings schadet es nie, eine Tastenkombination mehr zu kennen.
Diese Tastenkombinationen sind auch für Neo-basierte Belegungen wie ADnW, die `C`, `X` und `V` nicht auf der linken Seite haben, sehr nützlich.
|**gewohntes Kürzel**|**unabhängiges Kürzel**|**Beschreibung**|**Bemerkung**|
| :---: | :---: | :---: | :---: |
@ -16,79 +15,60 @@ Abhilfe dagegen schafft, wenn man sich manche Sachen layoutunabhängig angewöhn
|Strg + x|Shift + Entf|ausschneiden|
|Strg + z|Alt + Rücktaste|Rückgängig geht in Linux nur in manchen Programmen (z.B. Openoffice)|
## Passwörter
## Neo und Vim
### Wenn Neo nicht verfügbar ist
Wer ab und zu mal an Rechnern sitzt, die einen Login verlangen kennt auch dieses Problem. Das eigene Layout wird erst nach dem Login zur Verfügung gestellt. Man ist also gezwungen auf die Tastatur zu schauen, langsam zu tippen und muss in Kauf nehmen, dass Personen die daneben sitzen oder Überwachungskameras mitlesen können.­­
Man sollte es grundsätzlich nicht machen. Kann sich durchaus einprägen.
Eine Abhilfe schafft die Variante, dass man für seine Passwörter nur Zahlen
nimmt. Da diese bei Neo und bei QWERTZ gleich liegen, braucht man nicht darauf
achten, welches Layout gerade eingeschaltet ist. Wer etwas Kreativität braucht,
kann unter Linux dazu das Programm apg befragen:
Auch wenn `h`, `j`, `k` und `l` nicht mehr auf der Grundlinie sind, eignet sich Neo hervorragend
für die Verwendung mit vim. Man benutzt stattdessen einfach das Steuerkreuz auf Ebene 4.
Wir erachten eine Anpassung der Konfiguration, um `HJKL` oder ähnliche Tasten entsprechend ummappen für weder wünschenswert noch notwendig.
Nahezu alle anderen Mappings orientieren sich ohnehin nur an dem Namen ihrer Funktion und nicht der Position der Tasten beim Qwerty-Layout.
Es gibt [hier](http://www.naleid.com/2010/10/04/vim-movement-shortcuts-wallpaper.html) ein nettes Cheatsheet zur Navigation in vim.
Ansonsten wendet man sich an den vim-Experten seines Vertrauens (z.B. #vim in freenode).
## Fensterverwalter
Die Tastenkombinationen des Fensterverwalters sind meist wie eine zusätzliche Ebene — als Modifier wird häufig die Fenster-Taste genutzt.
Hier bietet es sich sehr an, eine Konfiguration zu erstellen, die die Navigationstasten zusammenhält, da die Pfeiltasten auf der vierten Ebene meist nicht genutzt werden können.
Der Fensterverwalter i3 besitzt eine ausgereifte, leicht merkbare Tastensteuerung für QWERTY (vgl. [hier](http://i3wm.org/docs/userguide.html#_default_keybindings)), die
bei der Installation durch den [i3-config-wizard](http://build.i3wm.org/docs/i3-config-wizard.html) automatisch an die aktuell eingestellte Tastaturbelegung angepasst werden kann (d.h. die Funktionen befinden sich auf denselben Positionen).
## Firefox
Eigentlich macht Neo mit Firefox keine Probleme.
Bei Addons kann das aber vorkommen.
### Tridactyl
Tridactyl ist ein sehr fortschrittliches Addon zur Tastatursteuerung von Firefox, das Pentadacytl, Vimperator, VimFX und andere nicht weitere nicht mehr weiterentwickelte (und mit aktuellem Firefox inkompatible) Addons ersetzt
Firefox wird weitreichend geändert, z.B. bei Teilen der Benutzeroberfläche wie Menüs, Buttons und Extrakomponenten zum anonymen Surfen.
#### Hintchars
Tridactyl benutzt standardmäßig Hintchars, die für qwerty-Layouts optimiert sind.
Lösung:
```
:set hintchars enaritud
:mkp!
```
Als Bone-Benutzer möchte man z.B. eher `enirtsobah` nutzen.
#### Belegungsvorschläge
In allen Neo2-Varianten (einschließlich Cry, Bone, AdNW) liegt „e“ auf einer guten Position auf der Grundlinie.
Da in Tridactyl dieser Buchstabe nicht belegt ist, bietet es sich an, das Tastenkürzel zu setzen.
Hier wird beispielsweise f (für Hintkeys) auf e gelegt:
```
apg -a 1 -n 1 -M N -m 20 -s
:bind e hint
:bind E hint -b
:mkt!
```
Beispielausgabe:
```
09400696516753334062
```
Ein offensichtlicher Nachteil ist natürlich, dass die Qualität der Passwörter durch den eingeschränkten Zeichenvorrat erheblich schlechter wird und ein Angreifer, der weiß, dass man nur bestimmte Zeichen verwendet, weniger (Rechen-)Aufwand hat, um das Passwort zu brechen. Dagegen hilft natürlich ein längeres Passwort, was allerdings den Nachteil hat, dass es sich nicht so leicht merken lässt. Damit das Passwort noch sicher bleibt sollte es daher mindestens 20 Stellen lang sein (=10^20^ mögliche Passwörter)!
Nimmt man die Zeichen [[span(style=background-color:#ccf, +-*/,)]] (die mit auf
dem Ziffernblock liegen) noch mit dazu, braucht man immer noch mindestens 17
Stellen (=15^17^=0,98510^20^ mögliche Passwörter). Ein weiteres Zeichen,
dass bei Neo so liegt wie bei QWERTZ ist der Buchstabe
[[span(style=background-color:#ccf, m)]] (bzw. [[span(style=background-color:#ccf, M)]]). Damit ergeben sich 18 unterschiedliche Zeichen und man benötigt nur noch 16 Stellen (=18^16^=1,2110^20^), um ein sicheres Passwort zu bekommen, was etwa die gleiche Sicherheit von 12 zufälligen Groß- und Kleinbuchstaben hat (=(226)^12^=52^12^=3,9110^20^).
Das ist jedoch reine Theorie. In der Realität heisst auch nur ein einzigen Zeichen einer Zeichengruppe, dass der Codeknacker den gesamten Zeichenblock durchprobieren muss, da ihm ja nicht bekannt ist, *welches* Zeichen davon es ist.
Das heisst, dass z.B. nur mit einem [[span(style=background-color:#ccf, /)]] schon nicht mehr alle 10 Ziffern,
sondern auch noch alle Sonderzeichen durchprobiert werden müssen. Und da es in
der Praxis viel wahrscheinlicher ist, dass ein Nutzer Buchstaben und Zahlen benutzt, bevor
er auf Sonderzeichen ausweicht … was auch der Cracker weiß … wird er zuerst
[[span(style=background-color:#ccf, a-zA-Z0-9)]] ausprobieren.
Deswegen wird ein Passwort das nur aus [[span(style=background-color:#ccf, 0-9)]] und [[span(style=background-color:#ccf, /)]] besteht in der Praxis genauso unwahrscheinlich gefunden wie eines, das aus fast allen 256 ASCII-Zeichen oder ISO-8891-1-Zeichen besteht.
Nach aktuellen Empfehlungen sollten Passwörter mindestens 12 Zeichen lang sein.
Dabei sollten sie Groß und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen
(in der Regel [diese](http://en.wikipedia.org/wiki/Special_characters) enthalten.
Laut [dieser Webseite](https://www.grc.com/haystack.htm) werden die verschiedenen
Ansätze so bewertet:
|**Methode**|**Länge**|**Haltbarkeit bei hoher Rechenkapazität**|
| :---: | :---: | :---: |
|nur Ziffern| 20|1,84 Wochen|
|Ziffern mit m und M| 12|1,04 Jahre|
|Ziffern mit m und M| 15|2,48 Tausend Jahrhunderte|
|mit Ziffern, m, M, einem Sonderzeichen wie [+-*/,]| 12|1,74 Jahrhunderte|
|mit Ziffern, m, M, einem Sonderzeichen wie [+-*/,]| 15|1,49 Millionen Jahrhunderte|
|mit Unicode-Zeichen|nicht untersucht|
### Passwörter mit Neo
Wenn Neo immer verfügbar ist, bietet es sich an, die größere Zeichenvielfalt für
Unicode zu nutzen.
Passwörter die die beim NEO-Layout verfügbaren Unicode-Zeichen benutzen haben
unter Umständen eine sehr viel höhere reale Sicherheit als welche, die sich noch auf „normale“ 265-Zeichen-Zeichensätze beschränken. »hallo« → 26^5^. Aber »hall∅« → mind. 65536^5^. (∅ = Mod3+Mod4+0)
Ein schöner Trick um ohne mehr Merkleistung die Passwortqualität erheblich zu erhöhen.
Webseiten erlauben allerdings meistens keine obskuren Sonderzeichen, und man
könnte auch mit QWERTZ einige davon erzeugen.
Außerdem erinnert dieser Ansatz an [Security through obscurity](http://de.wikipedia.org/wiki/Security_through_obscurity). Bei einer stärkeren Verbreitung von Neo würde die Schwäche dieser
Idee offenbart; das Beispiel oben wäre z.B. anfällig für einen einfachen
[Wörterbuchangriff](http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rterbuchangriff).
Bei Passwörtern ist die Länge wichtiger als die Komplexität (vgl.
[hier](http://www.archonmagnus.com/articles/security/passwordEntropy.php)). Nach
Untersuchungen werden außerdem sogar wenn Unicode-Zeichen verfügbar sind nur
sehr wenige davon tatsächlich für Passwörter benutzt.
Anstelle eines ausgefallenen Neo-Passworts (das bei z.B. Webseiten und
vernetzten Systemen sehr vom Vorhandensein dieses Layouts abhängt) könnte man
also auch ein gewöhnliches Passwort verwenden. Mit apg:
#### Mac OS: Dritte Ebene
Die dritte Ebene wird von Firefox scheinbar so interpretiert, als werde zusätzlich *Alt* gedrückt. Dieses Problem betrifft nicht nur Vimperator/Pentadactyl, stört hier aber besonders (wegen *:*, */*). 'LarsHuluk' schlägt [folgende Lösung](https://git.neo-layout.org/neo/neo-layout/issues/172#issuecomment-1392) vor:
```
apg -a 1 -n 1 -M SCNL -m 15
:command NeoNRemap -nargs=1 :nmap <A-<args>> <args>
:NeoNRemap :
:NeoNRemap @
:NeoNRemap /
usw.
```

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- Schriftarten: Typografie/fonts.md
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